Rezension

[Rezension] Ein schottisches Weihnachtswunder

Autorin: Nicole Theis

Erscheinungsdatum: 02.10.2025

Verlag: Piper

ISBN: 9783492507943

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Taschenbuch

Umfang: 288 Seiten

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Der Klappentext:

Als Vivi überraschend den Pub ihres Onkels erbt, reist sie in den kleinen Ort im winterlichen Schottland. Dort trifft sie auf den Barmann Jonah, der gehofft hatte, selbst den Pub zu übernehmen. Um sie von einem Verkauf abzubringen, zeigt er Vivi die Schönheit Schottlands, und dabei kommen sie einander näher. Dank der liebenswerten Dorfbewohner erfährt sie außerdem zum ersten Mal Geborgenheit und Familie. Doch die Schulden ihres Onkels stellen Vivi vor ein paar unangenehme Entscheidungen, die nicht nur die zarten Gefühle zwischen ihr und Jonah, sondern auch die Beziehung zur Dorfgemeinschaft gefährden. Kann sie in Schottland eine neue Heimat finden?

Das Buchcover:

Das Buchcover zeigt ein liebevoll gestaltetes Backsteinhaus, das sofort eine warme, einladende Atmosphäre ausstrahlt. Besonders ins Auge fällt die grüne Tür mit einem Open Schild, welches das Gefühl vermittelt, willkommen zu sein. Vor dem Haus stehen ein geschmückter Weihnachtsbaum, stimmungsvolle Laternen sowie ein kleines Buchsbäumchen, die gemeinsam eine behagliche, festliche Szenerie schaffen.

Sanft fallender Schnee legt sich über die Szene und verstärkt die winterliche Stimmung, wodurch das Cover wie eine Momentaufnahme aus einem schottischen Weihnachtsmärchen wirkt. Insgesamt vermittelt das Motiv Geborgenheit, Romantik und Vorfreude auf eine herzerwärmende Geschichte – perfekt passend zum Titel und zur Atmosphäre des Buches.

Meine Meinung:

Ein schottisches Weihnachtswunder entführt die Leser:innen in eine winterliche Kulisse Schottlands und punktet vor allem mit einer ruhigen, sanften Liebesgeschichte. Die Atmosphäre ist stimmungsvoll und lädt zum Wohlfühlen ein – besonders die Idee, Edinburgh als Ausflugsort einzubauen, hat mir sehr gut gefallen und verleiht der Geschichte einen zusätzlichen Charme.

Die Liebesgeschichte selbst ist angenehm leicht, blieb für meinen Geschmack jedoch zu oberflächlich. Ich hätte mir deutlich mehr Tiefgang in der Beziehung gewünscht. Gespräche über Gefühle kommen kaum vor, und auch die gemeinsame Vergangenheit von Jonah und Peter wird nur sehr wenig beleuchtet. Dadurch fiel es mir schwer, die emotionale Verbindung der beiden wirklich nachzuvollziehen.

Stattdessen wiederholen sich einige Themen recht häufig, insbesondere die Schulden und die Masterarbeit, was auf Dauer etwas eintönig wirkt und Raum für emotionalere Entwicklungen genommen hat. Auch die Weiterentwicklung der Charaktere ist nicht immer klar erkennbar, da innere Veränderungen nur selten vertieft dargestellt werden.

Positiv hervorzuheben sind jedoch die liebevoll gestalteten Nebencharaktere, die der Geschichte Wärme verleihen und sie lebendiger machen. Das Ende hingegen empfand ich als zu übereilt und abrupt – nach dem langsamen Erzähltempo zuvor hätte ich mir einen runderen, ausführlicheren Abschluss gewünscht.

Insgesamt ist Ein schottisches Weihnachtswunder eine schöne, ruhige Weihnachtslektüre mit viel Atmosphäre und sympathischen Figuren, die jedoch emotionales Potenzial verschenkt und an manchen Stellen mehr Tiefe hätte vertragen können.

Danke an den Verlag für das Buch!

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