{"id":1469,"date":"2018-12-05T21:04:57","date_gmt":"2018-12-05T20:04:57","guid":{"rendered":"https:\/\/biblionatio.de\/?p=1469"},"modified":"2018-12-05T21:04:57","modified_gmt":"2018-12-05T20:04:57","slug":"von-adventspleiten-und-weihnachtswundern-ein-modernes-maerchen-teil-eins","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biblionatio.de\/index.php\/2018\/12\/05\/von-adventspleiten-und-weihnachtswundern-ein-modernes-maerchen-teil-eins\/","title":{"rendered":"Von Adventspleiten und Weihnachtswundern &#8211; ein modernes M\u00e4rchen (Teil eins)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><em><strong>von Barbara Innes<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\"><em>basierend auf ihrem Roman \u201eFernbus ins Gl\u00fcck \u2013 n\u00e4chster Halt: Liebe\u201c<\/em><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>In den kalten dunklen Wintertagen schien die Heidelberger Innenstadt wie eine Arche des Lebens und der Freude zu leuchten. Der \u00fcber die ganze Stadt verstreute Weihnachtsmarkt verstr\u00f6mte D\u00fcfte nach Pfefferkuchen und Gl\u00fchwein, Studenten lachten und w\u00e4rmten sich gegenseitig, wenn sie nach einer Runde auf der Eisbahn, die man j\u00e4hrlich auf dem Marktplatz aufbaute, mit roten Wangen und strahlenden Gesichtern zur\u00fcckkamen, Touristen bestaunten die St\u00e4nde mit Kunsthandwerk, selbstgezogenen Kerzen und liebevoll geschnitzten Krippenfiguren, und selbst Claire sp\u00fcrte, wie ein Teil ihrer inneren Anspannung zumindest f\u00fcr einen Moment von ihr abfiel.<\/p>\n<p>Sie wusste wieder einmal nicht, wie sie ihre Wohnung weiter abbezahlen sollte \u2013 ihr neues Buch hatte immer noch keinen Verleger gefunden \u2013, aber als sie Hand in Hand mit Marek durch die glitzernde Weihnachtslandschaft schlenderte, sp\u00fcrte sie endlich wieder dieses tiefe Gl\u00fccksgef\u00fchl, mit ihrem Geliebten in dieser wunderbaren Stadt wohnen zu d\u00fcrfen. Marek schien es \u00e4hnlich zu gehen, denn als sie an einem Bratwurststand Halt machten, drehte sich der Tscheche zu ihr um, strich ihr mit einer behandschuhten Hand sanft \u00fcber die Wange und sagte l\u00e4chelnd:<\/p>\n<p>\u201eDu hattest Recht \u2013 Heidelberg an Weihnachten ist wirklich etwas Besonderes. Nicht, dass es letztes Jahr in Prag nicht auch wundersch\u00f6n gewesen w\u00e4re, aber hier ist es irgendwie intimer, irgendwie kann ich hier die Weihnachtsstimmung noch mehr sp\u00fcren. So wie in deinem Gedicht.\u201c<\/p>\n<p>Claire wurde rot. Aus einem \u00dcberschwang an Gef\u00fchlen hatte sie in der letzten Nacht eine kleine Ballade mit dem Titel \u201eNie mehr ohne dich\u201c verfasst, in der es darum ging, dass an Weihnachten nichts z\u00e4hlte, au\u00dfer mit dem Menschen zusammen zu sein, der einem das Wichtigste auf der Welt war. Kitschig, ja klar, aber manchmal musste man einfach vor dem tristen Alltag mit seinen Sorgen in eine bessere Welt entfliehen, und das konnten sie beide auf ihre Weise richtig gut: Sie mit dem Schreiben und er mit seiner Musik.<\/p>\n<p>Beschwingt vom hausgemachten Gl\u00fchwein hatte Marek gleich ein paar T\u00f6ne auf seinem geliebten roten E-Piano angeschlagen und ihrem Gedicht eine Melodie verliehen. Seit er von ihrem Untermieter erst zu ihrem Vertrauten und dann zu ihrem Gef\u00e4hrten geworden war, verbrachten sie viele Abende auf diese Weise, inspirierten sich gegenseitig, alberten mit Worten und T\u00f6nen herum, tr\u00e4umten davon, wie ihr Leben aussehen w\u00fcrde, wenn sie nur endlich den gro\u00dfen Durchbruch schaffen w\u00fcrden. Leider sah die Wirklichkeit anders aus. Marek hatte kaum genug Auftritte, um seine Miete zu bezahlen, und an Heiligabend w\u00fcrde es wohl wie so oft \u201eirgendetwas mit Linsen\u201c geben, da sie sich kein extravagantes Essen leisten konnten \u2013 und ganz sicher keine Lust hatten, sich am Fest der Liebe von Claires konservativen Eltern Vorhaltungen zu ihrem verfehlten Lebenswandel machen zu lassen.<\/p>\n<p>Sie teilten sich mit gro\u00dfem Appetit einen halben Meter Bratwurst mit extra viel Senf und Ketchup und beschlossen dann, nach Hause zu laufen, um den ersten Advent in Ruhe bei Kerzenschein ausklingen zu lassen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag waren sie bei Timo und Noemi zum Essen eingeladen. Timo, ein leidenschaftlicher Jazz-Trompeter, war seit Jahren Claires Agent und bester Freund. Durch seine Band, in der Marek Klavier spielte, hatten sich die beiden kennengelernt. Zeitgleich waren auch Noemi, eine S\u00e4ngerin mit afrikanischen Wurzeln und imposanter Statur, und der zierliche Timo ein Paar geworden. So absurd die beiden zusammen aussahen, schien ihre Phase der rosaroten Verliebtheit auch nach \u00fcber zwei Jahren kein Ende nehmen zu wollen. W\u00e4hrend Noemi die Teller auftrug und Timo Wein einschenkte und den Adventskranz anz\u00fcndete, fanden sie immer wieder einen Grund, sich z\u00e4rtlich an den H\u00e4nden zu ber\u00fchren oder wie Teenager verstohlene Blicke zu tauschen. Claire und Marek, die sich brav gegen\u00fcber sa\u00dfen, versuchten, keine Miene zu verziehen und sprachen stattdessen \u00fcber ihre neuen Projekte.<\/p>\n<p>\u201eHast du das Expos\u00e9 \u00fcberarbeitet, wie ich es vorgeschlagen habe?\u201c, fragte Timo, der die Situation der beiden genau kannte, mit besorgter Miene. Er und Noemi k\u00e4mpften zwar auch um Auftr\u00e4ge und Gigs, hatten bisher jedoch deutlich mehr Gl\u00fcck gehabt.<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich. Ich wollte aber, dass du es dir erst noch einmal ansiehst, bevor ich es abschicke\u201c, sagte Claire und zog ihr edles MacBook hervor, das sie sich in einem Anfall von Optimismus gekauft hatte, als sie und Timo noch glaubten, ihr letztes Buch w\u00fcrde verfilmt werden. Da ihre Laptoptasche nur noch aus Fetzen bestand, trug sie den Computer in einen Schal gewickelt in einer Einkaufstasche mit sich herum, wie Timo kopfsch\u00fcttelnd feststellte. Professionelle Autoren sahen\u00a0 anders aus \u2013 das w\u00fcrde in keinem Verlag einen guten Eindruck machen. Doch immerhin war die Zusammenfassung ihres neuen Romans richtig knackig und spannend geworden, vielleicht w\u00fcrde er ja im neuen Jahr endlich einen Verlag finden, der die Geschichte drucken wollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich Claire und ihr Agent mit dem Text besch\u00e4ftigten, baute Marek sein Keyboard in dem kleinen Wohnzimmer auf. Noemi sang ein paar Standards zum Warmwerden, dann improvisierten die beiden eine Weile. Doch pl\u00f6tzlich verzog Noemi leicht genervt das Gesicht.<\/p>\n<p>\u201eWas ist denn mit deinem Verst\u00e4rker los? Das kracht und schrammelt ja, dass ich eine G\u00e4nsehaut kriege!\u201c<\/p>\n<p>Marek hob verlegen die Schultern. \u201eSorry, das Teil ist schon ziemlich alt und ganz sch\u00f6n viel herumgekommen. Ich habe es schon mehrmals repariert, aber jetzt ist wohl Ende der Fahnenstange.\u201c<\/p>\n<p>Noemi grummelte etwas in sich hinein, riss sich dann aber zusammen und fragte Marek, ob er denn etwas Neues komponiert habe.<\/p>\n<p>\u201eNichts, was f\u00fcr eine S\u00e4ngerin interessant w\u00e4re. Au\u00dfer vielleicht&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Er grinste und zog mit einem verstohlenen Seitenblick auf Claire den Zettel hervor, auf dem sie ihr Weihnachtsgedicht notiert hatte.<\/p>\n<p>\u201eSchau mal, das hat meine Dichterin gestern im Gl\u00fchweinrausch verfasst. Und ich habe ein paar Akkorde dazu geklimpert, vielleicht willst du es ja mal ausprobieren?\u201c<\/p>\n<p>\u201eGerne, aber so eine Premiere ist f\u00fcr diesen Verst\u00e4rker zu schade.\u201c Blitzschnell zog die S\u00e4ngerin einen USB-Stick aus der Tasche ihres senfgelben kn\u00f6chellangen Rocks und steckte ihn in den passenden Eingang des Keyboards.<\/p>\n<p>\u201eSpiel mir doch schnell Melodie und Begleitung da drauf, dann k\u00f6nnen wir es beim n\u00e4chsten Gig singen, wenn wir ein anst\u00e4ndiges Soundsystem zur Verf\u00fcgung haben.\u201c<\/p>\n<p>Marek f\u00fchlte sich ein wenig gekr\u00e4nkt, musste aber zugeben, dass Noemi Recht hatte. Zuhause \u00fcbte er fast nur noch mit Kopfh\u00f6rern, weil auch er das Krachen des Verst\u00e4rkers nicht mehr ertrug, dass sich immer einstellte, wenn die Spulen warmgelaufen waren.<\/p>\n<p>Also machte er eine Aufnahme f\u00fcr Noemi und reichte ihr dann den Stick und den Zettel.<\/p>\n<p>\u201eViel Spa\u00df damit. Wenn ich jetzt also schon nicht mehr spielen darf, habt ihr mir doch hoffentlich noch etwas Wein \u00fcbrig gelassen?\u201c<\/p>\n<p>Die S\u00e4ngerin l\u00e4chelte gutm\u00fctig und reichte ihm ein gro\u00dfz\u00fcgig gef\u00fclltes Glas.<\/p>\n<p>\u201eNa klar! Dann lasst uns mal ansto\u00dfen \u2013 auf eine wunderbare Weihnachtszeit!\u201c<\/p>\n<p>Die Gl\u00e4ser klirrten und in den Augen der vier Freunde spiegelte sich der Kerzenschein.<\/p>\n<p>Wie sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn wir in dieser Zeit des Jahres wirklich nur an unsere Lieben denken k\u00f6nnten, und nicht an so profanen Kram wie Hypotheken und Vertr\u00e4ge, dachte Claire.<\/p>\n<p>Immerhin wusste sie jetzt, was sie Marek zu Weihnachten schenken wollte. Nein, nicht wollte, <em>musste<\/em>.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr w\u00fcrde sie ein ziemliches Opfer bringen m\u00fcssen, aber das war ihr egal.<\/p>\n<p>Stattdessen empfand sie bereits eine kribblige Vorfreude, wenn sie daran dachte, wie Mareks Augen leuchten w\u00fcrden, wenn er an Heiligabend seinen brandneuen Verst\u00e4rker auspacken und ausprobieren w\u00fcrde. Wenn seine wunderbaren Melodien endlich wieder rein und unverf\u00e4lscht durch ihre kleine Wohnung klingen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Ja, das w\u00e4re f\u00fcr sie beide das perfekte Weihnachtsfest.<\/p>\n<p>Claire l\u00e4chelte gl\u00fccklich. Und sie sollte Recht behalten: Dieser Tag sollte wirklich unvergesslich werden&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie die Geschichte endet, erfahrt ihr nat\u00fcrlich an Heiligabend! Am 24.12. erscheint der 2. Teil dieses Heidelberger Weihnachtsm\u00e4rchens.<\/p>\n<p>Wer wissen willen, wie Claire und Marek nach vielen Irrungen und Wirrungen zusammen gekommen sind, findet hier den Roman, auf dem diese Geschichte basiert:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" type=\"text\/html\" width=\"960\" height=\"550\" frameborder=\"0\" allowfullscreen style=\"max-width:100%\" src=\"https:\/\/lesen.amazon.de\/kp\/card?preview=inline&#038;linkCode=kpd&#038;ref_=k4w_oembed_QSSrbiIKbdh8AR&#038;asin=B07DTGWPXS&#038;tag=kpembed-20\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Barbara Innes basierend auf ihrem Roman \u201eFernbus ins Gl\u00fcck \u2013 n\u00e4chster Halt: Liebe\u201c \u00a0 \u00a0 In den kalten dunklen Wintertagen schien die Heidelberger Innenstadt wie eine Arche des Lebens und der Freude zu leuchten. 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Marek schien es \u00e4hnlich zu gehen, denn als sie an einem Bratwurststand Halt machten, drehte sich der Tscheche zu ihr um, strich ihr mit einer behandschuhten Hand sanft \u00fcber die Wange und sagte l\u00e4chelnd: \u201eDu hattest Recht \u2013 Heidelberg an Weihnachten ist wirklich etwas Besonderes. Nicht, dass es letztes Jahr in Prag nicht auch wundersch\u00f6n gewesen w\u00e4re, aber hier ist es irgendwie intimer, irgendwie kann ich hier die Weihnachtsstimmung noch mehr sp\u00fcren. So wie in deinem Gedicht.\u201c Claire wurde rot. Aus einem \u00dcberschwang an Gef\u00fchlen hatte sie in der letzten Nacht eine kleine Ballade mit dem Titel \u201eNie mehr ohne dich\u201c verfasst, in der es darum ging, dass an Weihnachten nichts z\u00e4hlte, au\u00dfer mit dem Menschen zusammen zu sein, der einem das Wichtigste auf der Welt war. Kitschig, ja klar, aber manchmal musste man einfach vor dem tristen Alltag mit seinen Sorgen in eine bessere Welt entfliehen, und das konnten sie beide auf ihre Weise richtig gut: Sie mit dem Schreiben und er mit seiner Musik. Beschwingt vom hausgemachten Gl\u00fchwein hatte Marek gleich ein paar T\u00f6ne auf seinem geliebten roten E-Piano angeschlagen und ihrem Gedicht eine Melodie verliehen. Seit er von ihrem Untermieter erst zu ihrem Vertrauten und dann zu ihrem Gef\u00e4hrten geworden war, verbrachten sie viele Abende auf diese Weise, inspirierten sich gegenseitig, alberten mit Worten und T\u00f6nen herum, tr\u00e4umten davon, wie ihr Leben aussehen w\u00fcrde, wenn sie nur endlich den gro\u00dfen Durchbruch schaffen w\u00fcrden. Leider sah die Wirklichkeit anders aus. Marek hatte kaum genug Auftritte, um seine Miete zu bezahlen, und an Heiligabend w\u00fcrde es wohl wie so oft \u201eirgendetwas mit Linsen\u201c geben, da sie sich kein extravagantes Essen leisten konnten \u2013 und ganz sicher keine Lust hatten, sich am Fest der Liebe von Claires konservativen Eltern Vorhaltungen zu ihrem verfehlten Lebenswandel machen zu lassen. Sie teilten sich mit gro\u00dfem Appetit einen halben Meter Bratwurst mit extra viel Senf und Ketchup und beschlossen dann, nach Hause zu laufen, um den ersten Advent in Ruhe bei Kerzenschein ausklingen zu lassen. Am n\u00e4chsten Tag waren sie bei Timo und Noemi zum Essen eingeladen. Timo, ein leidenschaftlicher Jazz-Trompeter, war seit Jahren Claires Agent und bester Freund. Durch seine Band, in der Marek Klavier spielte, hatten sich die beiden kennengelernt. Zeitgleich waren auch Noemi, eine S\u00e4ngerin mit afrikanischen Wurzeln und imposanter Statur, und der zierliche Timo ein Paar geworden. So absurd die beiden zusammen aussahen, schien ihre Phase der rosaroten Verliebtheit auch nach \u00fcber zwei Jahren kein Ende nehmen zu wollen. W\u00e4hrend Noemi die Teller auftrug und Timo Wein einschenkte und den Adventskranz anz\u00fcndete, fanden sie immer wieder einen Grund, sich z\u00e4rtlich an den H\u00e4nden zu ber\u00fchren oder wie Teenager verstohlene Blicke zu tauschen. Claire und Marek, die sich brav gegen\u00fcber sa\u00dfen, versuchten, keine Miene zu verziehen und sprachen stattdessen \u00fcber ihre neuen Projekte. \u201eHast du das Expos\u00e9 \u00fcberarbeitet, wie ich es vorgeschlagen habe?\u201c, fragte Timo, der die Situation der beiden genau kannte, mit besorgter Miene. Er und Noemi k\u00e4mpften zwar auch um Auftr\u00e4ge und Gigs, hatten bisher jedoch deutlich mehr Gl\u00fcck gehabt. \u201eNat\u00fcrlich. 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Doch pl\u00f6tzlich verzog Noemi leicht genervt das Gesicht. \u201eWas ist denn mit deinem Verst\u00e4rker los? Das kracht und schrammelt ja, dass ich eine G\u00e4nsehaut kriege!\u201c Marek hob verlegen die Schultern. \u201eSorry, das Teil ist schon ziemlich alt und ganz sch\u00f6n viel herumgekommen. Ich habe es schon mehrmals repariert, aber jetzt ist wohl Ende der Fahnenstange.\u201c Noemi grummelte etwas in sich hinein, riss sich dann aber zusammen und fragte Marek, ob er denn etwas Neues komponiert habe. \u201eNichts, was f\u00fcr eine S\u00e4ngerin interessant w\u00e4re. Au\u00dfer vielleicht&#8230;\u201c Er grinste und zog mit einem verstohlenen Seitenblick auf Claire den Zettel hervor, auf dem sie ihr Weihnachtsgedicht notiert hatte. \u201eSchau mal, das hat meine Dichterin gestern im Gl\u00fchweinrausch verfasst. 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Wenn ich jetzt also schon nicht mehr spielen darf, habt ihr mir doch hoffentlich noch etwas Wein \u00fcbrig gelassen?\u201c Die S\u00e4ngerin l\u00e4chelte gutm\u00fctig und reichte ihm ein gro\u00dfz\u00fcgig gef\u00fclltes Glas. \u201eNa klar! Dann lasst uns mal ansto\u00dfen \u2013 auf eine wunderbare Weihnachtszeit!\u201c Die Gl\u00e4ser klirrten und in den Augen der vier Freunde spiegelte sich der Kerzenschein. Wie sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn wir in dieser Zeit des Jahres wirklich nur an unsere Lieben denken k\u00f6nnten, und nicht an so profanen Kram wie Hypotheken und Vertr\u00e4ge, dachte Claire. Immerhin wusste sie jetzt, was sie Marek zu Weihnachten schenken wollte. Nein, nicht wollte, musste. Daf\u00fcr w\u00fcrde sie ein ziemliches Opfer bringen m\u00fcssen, aber das war ihr egal. 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Wer wissen willen, wie Claire und Marek nach vielen Irrungen und Wirrungen zusammen gekommen sind, findet hier den Roman, auf dem diese Geschichte basiert:<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1470,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_hide_featured_image":false,"_jetpack_featured_image_duplicate_dismissed":0,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-1469","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sonstiges"],"aioseo_notices":[],"aioseo_head":"\n\t\t<!-- All in One SEO 5.0.5 - aioseo.com -->\n\t<meta name=\"description\" content=\"von Barbara Innes basierend auf ihrem Roman \u201eFernbus ins Gl\u00fcck \u2013 n\u00e4chster Halt: Liebe\u201c In den kalten dunklen Wintertagen schien die Heidelberger Innenstadt wie eine Arche des Lebens und der Freude zu leuchten. 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