Rezension

[Rezension] A Coffee for Christmas


Autorin: Ruby Jordan
Erscheinungsdatum: 02.10.2025
ISBN: 9783492507875
Verlag: Piper
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Taschenbuch
Umfang: 336 Seiten
Kaufen: Amazon*

Der Klappentext:

An einem kalten Wintertag in Vancouver trafen Rose und Simon als Kinder zum ersten Mal aufeinander und verstanden sich auf Anhieb. Doch Rose konnte nicht bleiben. Fast zwanzig Jahre später verschlägt es sie kurz vor Weihnachten erneut in die Stadt, wo sie verzweifelt nach einem Sponsor für ihr feministisches Magazin sucht. So stolpert sie zufällig wieder in Simons Leben, der nach einer traumatischen Verletzung im Café seines Onkels arbeitet. Rose und ihre chaotische doch liebenswerte Art bringen Simons Alltag, an den er sich gerade erst wieder gewöhnt, gehörig durcheinander. Doch vielleicht finden sie in diesem Chaos verpasster Träume mit ein wenig Winterzauber am Ende genau das, was sie am dringendsten brauchen …

Das Buchcover:

Das Cover zeigt eine liebevoll gestaltete Illustration zweier Personen, die sich innig umarmen – vermutlich stellt sie die beiden Protagonisten dar und greift damit die romantische Stimmung der Geschichte visuell auf. In der rechten oberen Ecke funkeln zarte Sterne, die dem Motiv eine träumerische, fast magische Note verleihen. Auf der linken Seite rahmen feine Mistelzweige das Bild ein und unterstreichen das weihnachtliche Flair. Der tannengrüne Hintergrund rundet das Gesamtbild harmonisch ab und sorgt für eine warme, festliche Atmosphäre, die perfekt zum winterlichen Charakter des Romans passt.

Meine Meinung:

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei Menschen, die sich nach Jahrzehnten zufällig wiederbegegnen. Aus diesem unerwarteten Treffen entwickelt sich eine zarte, aber stetige Liebesgeschichte. Besonders gut gefallen hat mir dabei das Erzähltempo: Die Gefühle entstehen weder überstürzt noch ziehen sie sich unnötig in die Länge, sondern entwickeln sich auf eine angenehme, glaubwürdige Weise. Weniger überzeugen konnten mich jedoch einige der eingebauten Konflikte. Die Probleme mit der Druckerei sowie die Meetings mit neuen Investoren nahmen recht viel Raum ein. Dadurch entstand stellenweise das Gefühl, dass sich Roses Leben fast ausschließlich um berufliche Schwierigkeiten dreht. Diese Hindernisse wirkten mit der Zeit etwas repetitiv und haben die eigentlich schöne Liebesgeschichte ein wenig überlagert.

Simon ist für mich klar die stärkere Figur des Romans. Er besitzt einen gefestigten, markanten Charakter, und man erhält immer wieder tiefere Einblicke in seine Gedanken und Beweggründe. Diese Vielschichtigkeit macht ihn besonders greifbar und sympathisch. Bei Rose hingegen bleibt man eher an der Oberfläche. Obwohl sie als Protagonistin viel Raum einnimmt, hätte ich mir mehr emotionale Tiefe und eine stärkere innere Entwicklung gewünscht. Auch ihre Beziehung zu ihrem Vater hätte man intensiver ausarbeiten können – insbesondere der Wendepunkt in ihrem Verhältnis bleibt etwas vage. Sehr gelungen sind dagegen die Familien der beiden. Sie unterscheiden sich deutlich in ihren Charakterzügen und bringen zusätzliche Dynamik und Wärme in die Geschichte.

Das winterliche Setting im verschneiten Vancouver verleiht der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre. Die Stadt wirkt lebendig und stimmungsvoll beschrieben – man spürt die Kälte, sieht die Lichter und taucht vollkommen in die weihnachtliche Stimmung ein. Der Schreibstil ist romantisch und zugleich sehr flüssig. Die Geschichte lässt sich angenehm lesen und transportiert die Emotionen auf eine leichte, warme Weise. Insgesamt entsteht so eine gefühlvolle Winterromanze, die besonders durch ihr Setting und die gelungene Liebesentwicklung überzeugt – auch wenn es bei der Figurenzeichnung und den Nebenhandlungen kleinere Schwächen gibt.

Das Fazit:

A Coffee for Christmas ist eine gefühlvolle Winterromanze, die vor allem durch ihr stimmungsvolles Setting in Vancouver und die ausgewogen erzählte Liebesgeschichte überzeugt. Die Entwicklung zwischen den Protagonisten wirkt authentisch und angenehm im Tempo, ohne zu überhastet oder zu langatmig zu sein. Besonders Simon bleibt als starker und vielschichtiger Charakter im Gedächtnis. Kleinere Schwächen zeigen sich in den teils etwas repetitiven beruflichen Konflikten und der eher oberflächlichen Ausarbeitung von Rose sowie ihrer Vaterbeziehung. Dennoch bietet der Roman eine warme, romantische Geschichte mit winterlicher Atmosphäre – perfekt für gemütliche Lesestunden in der Weihnachtszeit.

Vielen Dank an den Verlag für dieses Buch!

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