[Rezension] Der letzte Garten
Autor: Tobias Wagner Erscheinungsdatum: 11.03.2026 Verlag: Dryas Verlag ISBN: 9783986721015 Ausgabe: Taschenbuch Sprache: Deutsch Umfang: 268 Seiten Kaufen: Amazon*
Der Klappentext:
Lady Margaret Rashleigh ist tot. Vergiftet. „Endlich!“, denken viele Menschen in der Grafschaft Cornwall. Denn die größte Freude der boshaften alten Lady war es, vertrauliche Informationen zu sammeln, um ihre Mitmenschen dann bei Polizei und Presse zu denunzieren. Auf diese Weise hat Lady Rashleigh im Laufe der Jahre zahlreiche Ehen beendet, Karrieren ruiniert und Existenzen zerstört. Motive gibt es also wie Sand am Meer, und Detective Chief Inspector Edward Alderson steht daher vor einer kniffligen Aufgabe. Wer war tatsächlich bereit, einen Mord zu begehen, um sein dunkles Geheimnis zu bewahren? Und welche Rolle spielt dabei Lady Rashleighs seltsamer Gärtner? Der kauzige Alan Green ist von der Idee, den perfekten Landschaftsgarten zu erschaffen, völlig besessen. Besessen bis zum Wahnsinn? Vielleicht. Aber Mord?
Meine Meinung und das Fazit:
Das Cover zeigt das Anwesen Rashleigh Manor sowie einen Teil des Gartens und vermittelt damit direkt die passende, leicht geheimnisvolle Atmosphäre des Romans.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der Tod von Lady Rashleigh. Sie war eine einflussreiche Persönlichkeit, die Karrieren sowohl fördern als auch zerstören konnte und damit viele Menschen gegen sich aufgebracht hat. Nach ihrem Mord beginnt die Polizei mit den Ermittlungen, und schnell wird klar, dass jeder der Angestellten ein mögliches Motiv gehabt haben könnte.
Mir hat die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen. Besonders positiv war, dass ich vom Ende wirklich überrascht wurde, was den Roman für mich noch einmal deutlich aufgewertet hat. Die Handlung bleibt spannend und entwickelt sich trotz der Kürze des Buches interessant weiter.
Die Charaktere der Angestellten haben mir gut gefallen, vor allem die Sekretärinnen und der Gärtner, die jeweils passende und teils sehr prägnante Eigenschaften besitzen. Die anderen Figuren bleiben eher im Hintergrund und wirken teilweise mehr wie Nebencharaktere. Die Polizeibeamten waren ebenfalls interessant dargestellt, da sie gut harmonieren und strukturiert sowie klar bei ihren Ermittlungen vorgehen.
Der Schreibstil ist leicht und gut verständlich, gleichzeitig aber auch spannend, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet. Dennoch hätte ich mir insgesamt etwas mehr Tiefe im Roman gewünscht, da er recht kurz gehalten ist und einige Aspekte nur angerissen werden.
Der letzte Garten ist ein spannender und leicht zu lesender Krimi mit interessanten Figuren und einer gelungenen Auflösung. Besonders der überraschende Schluss und die angenehme Erzählweise haben mir gut gefallen. Etwas mehr inhaltliche Tiefe hätte der Geschichte jedoch noch zusätzlich gutgetan, insgesamt aber ein empfehlenswerter Roman für zwischendurch.
Vielen Dank an den Verlag für das Buch!
Autor: Tobias Wagner